Projekt  kritische Analyse
bürgerlicher Sozialpolitik

Sozialreformen in der BRD
- Analyse und Kritik -
 
 


Was die staatliche Seuchenbekämpfung unter Corona 2019 über die Volksgesundheit klarstellt:

Statt Sorge um die "Gesundheit der Menschen" kalkuliert der bürgerliche Staat mit für ihn akzeptablen Opfern unterm Volk als Basis seines Geldbereicherungsregime

Mai/Juni 2020


Die staatliche Kampf gegen die Corona-Epidemie legt einmal mehr offen, dass das, was unter Betreuung der sog. Volksgesundheit figuriert, mit Gesundheitsschutz an und für sich nichts zu tun hat, dass die propagierte Sorge um die "Gesundheit der Menschen" eine Lüge ist. Bereits in gewöhnlichen Zeiten des Gangs der kapitalistischen Wirtschafterei lassen Staaten einiges an gesundheitlichen Defekten an ihrem Volkskörper zu: ersichtlich z.B. daraus, welche Schadstoffe und in welchem Ausmaße vom Gesetzgeber der nationalen Industrie erlaubt werden, denen die Bürger in Fabriken und außerhalb davon ausgese
tzt werden und sukzessive einiges an deren gesundheitlicher Verfassung ruinieren.

Wenn ein nicht bestellter Virus die Nationen heimsucht, ist ein ähnlicher gesundheitspolitischer Zynismus der bürgerlichen Herrschaften zu beobachten: Betreuung der Volksgesundheit schließt einiges an Schadens-/Todesfällen unter den Untertanen ein - nicht einfach im Gefolge des Wütens eines Krankheitserregers, gegen den augenblicklich kein Medikament oder Impfstoff einsetzbar ist, sondern aufgrund einer staatlichen Berechnung: allenfalls ein gewisses Ausmaß an Beschädigung des Volkskörpers ist den Staaten ein Problem:

So ist deswegen der sog. Shutdown zu Beginn der Pandemie einzuordnen: es war die Ungewissheit, wie sich der Virus in den Volksmassen so breitmacht, dass dessen Benutzbarkeit für das kapitalistische Bereicherungswesen in Frage steht. Auf die Weise haben die Staaten das Ärgernis des Einbruchs des Geschäftslebens in Kauf genommen, um es schlussendlich wieder hochfahren zu können, wenn die Infektionszahlen in einem für sie vertretbaren Rahmen gehalten werden können.

Weil alles gesellschaftliche Leben auf ihren Standorten an der Geldmacherei hängt, sind Nationen sehr risikofreudig, was das Leben unter dem Virusbefall betrifft: das Hinraffen des Volkes in einem bestimmten Korridor, virologisch an solchen Kunstwerken wie einer Reproduktionsrate unter möglichst 1 Prozent festgemacht, wird um des Wieder-/Weiterbetriebs der kapitalistischen Geschäftemacherei willen in Kauf genommen. Die sog. Lockerungen, die deshalb verfügt werden, rechnen ständig mit dem Ausbruch neuer Hotspots, wofür sich gewappnet sein will: Notbehelfe wie Abstands- und Hygieneregeln, Dauertests auf Ansteckungen und -verfolgungen und Wegsperrung von Angesteckten oder Verdachtsfällen (Quarantäne genannt) sollen das Anheizen des Virusbefalls so steuern, dass die erste Räson bürgerlicher Gemeinwesen, die nationale Geldheckerei irgendwie ihren Gang gehen kann.

Da kann man sich die Frage stellen: wird einem eher über das Corona-Virus selbst oder über den zynischen Einsatz der Staatsgewalt gegen die Seuche angst und bange?